Trekkingräder – die Allrounder

Trekkingräder sind eine recht moderne Entwicklung und verknüpfen die Vorteile des Mountain-Bikes mit denen eines Rennrades. Damit soll es möglich sein, ohne große Kraftanstrengung längere Strecken zurückzulegen, die auch einmal durch unwegsames Gelände führen können. Auffälligstes Merkmal ist die Bereifung, die wesentlich breiter ist als die eines Stadtfahrrades. Sie ist hervorragend geeignet, um mit dem Rad auch einmal über eine kurzgeschnittene Wiese oder einen ungepflasterten Weg zu fahren. Anders als Mountain-Bikes sindTrekkingräder allerdings nicht dazu geeignet, mitten durch den Wald oder durch gänzlich unbefestigtes Gelände zu fahren. Hier ist es vor allem der Anspruch an eine erhöhte Stabilität des Rades, den nur das Mountain-Bike erfüllen kann, nicht aber ein gewöhnliches Rad.

Bei einem Rennrad hingegen kommt es vor allem darauf an, dass das Rad sich leicht bewegen lässt und man mit wenig Kraftaufwand möglichst schnell fahren kann. Aus diesem Grund haben Trekkingräder oft einen sehr leichten Rahmen, der in derselben Art und Weise oder in nur leicht abgewandelter Form auch in Rennrädern verbaut wird. Die Kettenschaltung des Rades hat oft 21 bis 27 Gänge, so dass man die Umsetzung der Tretbewegung immer an die jeweiligen Straßenverhältnisse und die Steigung des Weges anpassen kann.Trekkingräder sind also technisch betrachtet Rennrädern sehr ähnlich und dennoch wesentlich robuster.

Anders als bei Spezialfahrrädern sind Trekkingräder in der Regel verkehrstüchtig und mit allem ausgestattet, was das Gesetz verlangt. Sie verfügen nicht nur über eine Beleuchtung und Reflektoren, sondern auch über mehrere Bremsen und Schutzbleche. Man kann sie daher bedenkenlos im Straßenverkehr einsetzen. Auch ein Gepäckträger ist oft schon am Rad installiert, so dass man Trekkingräder hervorragend für längere Radtouren oder zum Einkaufen einsetzen kann. Lediglich für lange Radreisen sollte man ein Reiserad vorziehen. Es ist stabiler als die Trekkingräder es sind. Dadurch verschleißt es weniger schnell als ein normales Fahrrad, das für das hohe Gewicht von Gepäck und Zelt nicht ausgelegt ist.

Alles in allem sind Trekkingräder also gute Allrounder, die sich auf praktisch jeder Strecke gut einsetzen lassen. Zwar können sie mit einem speziell für den jeweiligen Zweck ausgerichteten Spezialfahrrad nicht mithalten, sind dafür aber auch erheblich günstiger und können vielseitiger eingesetzt werden. Ein Rennrad beispielsweise wäre für eine gemütliche Radtour durch das Naturschutzgebiet nur bedingt geeignet, während ein Mountain-Bike im Straßenverkehr nicht die optimale Umsetzung von Kraftaufwand und Geschwindigkeit aufbringen würde. Wer also ein für jede Gelegenheit passendes Fahrrad sucht, für den sind diese Räder durchaus empfehlenswert und ihr Geld allemal wert.