Singlespeed-Räder
In den Anfängen der Fahrradgeschichte waren Gangschaltungen noch nicht bekannt. Die erste Nabengangschaltung wurde 1902 erfunden, kam aber zunächst sehr selten zum Einsatz. Erst 1924 eroberten Fahrräder mit Dreigangschaltung den Markt.
So wurden zunächst nur Fahrräder mit einem einzigen Gang hergestellt. Diese wurden Singelspeed oder heutzutage Fixie genannt. In vielen Ländern herrschen auch heute noch die Eingangräder vor, da sie kostengünstiger und weniger defektanfällig sind. Eventuelle Reparaturen können leicht selbst ausgeführt werden, da die komplizierten Mechanismen der Gangschaltung nicht vorhanden sind.
Singlespeed Räder haben durch die fehlende Gangschaltung ein geringeres Gewicht, was für manche Vorhaben von Vorteil ist. Zudem verfügen viele Modelle über keinen Freilauf, so dass auch Rückwärtsfahren möglich wird. Leute, die mit dem Fahrradfahren nicht so vertraut sind, sollten allerdings bei Rädern ohne Freilauf aufpassen. Ungeübte Handhabung kann leicht zu Unfällen führen.
Im Allgemeinen ist die Bedienung des Singlespeed einfacher, als ständig den richtigen Gang wählen zu müssen. Nachteil der Eingangräder ist, dass man das Rad nicht auf unterschiedliche Gelände abstimmen kann. Also Berg rauf wirds verdammt schwer.
Singlespeed oder Fixie werden hauptsächlich im Bahnradsport eingesetzt. Dort werden ausschließlich diese Räder benutzt, während bei Strassenrennen normalerweise Rennräder zum Einsatz kommen. Besonders Fahrradkuriere greifen meist auf Räder ohne Freilauf zurück, da sie an Ampeln nicht absteigen müssen, sondern durch vor- und zurücktreten die Balance halten können. Dies spart eine Menge Zeit.
In den USA ist Singlespeed absoluter Trend und auch in Deutschland finden mittlerweile regelmässig richtige Wettbewerbe statt. Vor allem Jugendliche und Fahrradkuriere stellen ihr Können auf dem Eingangrad unter Beweis. Doch was spektakulär aussieht, sollten nur geübte Profis versuchen, denn es besteht ein hohes gesundheitliches Risiko.