Rennräder, die leichten Sportler

Rennräder sind Sportgeräte. Ihr Einsatz beschränkt sich auf asphaltierte Strassen, vorzugsweise im Radrennsport oder auf sportlichen Radtouren. Ihre Konstruktion soll hohe Geschwindigkeiten ermöglichen. Die Bauweise ist filigran und leicht im Vergleich zu Mountainbikes, Trekking- oder Cityrädern. Das Gewicht eines Komplettrades liegt heutzutage durchschnittlich zwischen 7 und 9kg. Rennräder verfügen über einen gebogenen Rennlenker. Sie sind mit schmalen Felgen und Reifen ausgestattet. Herzstück eines Rennrades ist der Rahmen. Wichtige Bauteile sind die Gabel, die Laufräder, das Schaltsystem und die Kurbel. Leicht auszutauschende Teile sind der Sattel, das Pedalsystem und der Flaschenhalter. Ergänzt wird die Ausstattung durch einen Fahrrad Tachometer oder Fahrradcomputer.

Die am häufigsten verwendeten Rahmenmaterialien sind Aluminium oder Carbon, oft auch im Mix beider Materialien bei Gabel und Hinterbau. Weitere Rahmenmaterialien sind Stahl und Titan. Diese spielen als Werkstoffe eine untergeordnete Rolle. Stahl wurde von Aluminium abgelöst, und Titan ist als Rohstoff und durch seine aufwendige Verarbeitung sehr teuer. Exklusive Rennräder in Maßanfertigung werden gern aus diesen beiden Materialien gefertigt.

Rennräder mit klassisch gespeichten Laufrädern verfügen über 28-32 Speichen. Sie sind stabil, haben eine lange Lebensdauer und sind relativ leicht nach zu zentrieren. Systemlaufräder sind oft nur mit 16 bis 20 radial gespeichten Speichen besetzt. Sie sind leichter und sehen professioneller aus, als klassisch gespeichte Laufräder. Dafür muss man Abstriche bei der Haltbarkeit und Stabilität machen. Carbonlaufräder versprechen das Minimum an Gewicht und das Maximum an Steifigkeit. Allerdings reduziert sich die Bremswirkung bei Nässe, das Material ist sehr empfindlich, und es werden oft nur Schlauchreifen aufgezogen.

Bei den Schaltgruppen teilen sich drei Hersteller den Markt: die Italiener mit Campagnolo, die Japaner mit Shimano und die Amerikaner mit SRAM. Alle drei Schaltsysteme gibt es in verschiedenen Ausführungen, welche die jeweilige Zielgruppe ansprechen sollen. Zielgruppen sind entweder Einsteiger oder reine Genussfahrer, ambitionierte Radsportler oder Rennfahrer. Die Unterschiede der Systeme spiegeln sich teilweise in der Qualität und im Preis wider.

Rennräder können drei verschiedene Typen von Kurbeln aufweisen. Am häufigsten finden sich die Standard- oder die Kompaktkurbeln. Einsteiger oder Radfahrer, die häufig zweistellige Steigungen bewältigen, sind oft froh um eine Dreifachkurbel.

Inzwischen gibt es auch spezielle Rennräder für Damen, Kinder oder Jugendliche. Die Hauptunterschiede liegen in den kleineren Rahmengrößen, den schmäleren Rennlenkern, den Schalthebeln, die für kleinere Hände erreichbar sein müssen, und den kürzeren Kurbeln. Bei Kindern und Jugendlichen kommt eine Übersetzungsbeschränkung hinzu, das heißt, die Ablauflänge pro Kurbelumdrehung ist reduziert. Das verhindert eine zu frühe, zu hohe Belastung durch zu große Übersetzungen.

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